Mittwoch, 1. Dezember 2010

Just my average ordinary everyday superhero...

So ihr Lieben.

Jetzt da ich endlich mal kurz meine Ruhe habe und Al gerade nicht aufpasst was ich mache, kann ich ja nun erklären was neulich los was. Ihr habt euch sicher gewundert weshalb ich so plötzlich weg war. Die Sache ist nämlich die, es gibt so ein paar Leute in Hogwarts, mit denen möchte ich nicht zwingend einen Raum teilen müssen. Und bei meinem Glück kamen mir in sehr kurzem Abstand sogar zwei davon entgegen. Als die Türe aufging stand dort nämlich Leyla Sheho, ich mag sie nicht so besonders, obwohl sie eine Ravenclaw ist, und man von denen ja behauptet sie sein ziemlich intelligent, habe ich manchmal das Gefühl die Frau hätte nur Stroh im Kopf oder so. Woran das liegt fragt ihr mich? Und wie kann man nur als Hufflepuff... bestimmt sagt ihr jetzt so etwas. Aber vergesst nicht, auch Hufflepuffs sind nur Menschen und es gibt eben Leute die mag man nicht. 

In Leylas Fall gibt es sogar gute Gründe dafür. Sie ist eine arrogante, eingebildete Schnepfe, die denkt das Schönheit alles ist. Dabei finde ich das sie absolut schrecklich aussieht mit ihren schwarzen Haaren und blonden Spitzen, natürlich getönt, in Wirklichkeit hat sie bestimmt kackbraune Haare. Aber als wäre das nicht genug setzt sie ständig noch einen drauf. Ihr kennt bestimmt diese Art von Personen die nach einem echt anstrengenden Wochenende, nach dem ihr am liebsten nur schlafen wollt, ankommen und euch so einen Unsinn erzählen, dass man sich nur denkt, Oh mein Gott, aber als wäre das nicht das schlimmste, nein, sie können auch nicht damit aufhören. Dann hört man ungewollter Weise mit, weil man ja doch nichts dagegen tun kann und was bekommt man zu hören? Genau „Hey hast du den Typ gesehen. Boah so geil, so toll, der Body und hach das Outfit.“ und „Ja klar warn wir inner Kiste. Ob ich seine Adresse hab? Ist doch egal.“, da fasst man sich an den Kopf und denkt sich: „Ey man Alte man, verzieh dich bitte in das nächste Emoloch und bleibt bitte mit dem fetten Arsch drin stecken, damit ich dein dummes, ignorantes Gesicht nicht mehr sehen muss.“
Und bevor die schlimmste aller Fragen kommt, nämlich die nachdem was man gerade tue, obwohl es sie ja sowieso nicht interessiert, dachte ich lieber ich suche das Weite. Außerdem konnte ich mir bereits denken was dieses Mädchen in einem leeren Klassenzimmer suchte und ich wollte es nicht mit eigenen Augen ansehen müssen. Wenn ich kotzen möchte kann ich mir auch selbst den Finger in den Hals stecken, da muss ich nicht jemandem wie ihr zu sehen wie sie... oh Gott, egal.
Jedenfalls hab ich mich vom Acker gemacht.

Meine Füße trugen mich schneller als mein Verstand es wollte. Ich hatte wirklich nur noch das Bedürfnis ganz, ganz, ganz weit weg von diesem Klassenzimmer zu kommen. Also lief ich absolut sinnloser Weise durch die Gänge. Und weil ich oben bereits erklärt habe, dass ich zwei absolute Alpträume getroffen habe, könnt ihr euch sicher denken was passiert ist. Genau ich bin direkt in Scorpius Malfoy gelaufen. Malfoy ist der Horror, der Junge ist nicht nur verzogen, sondern auch noch so selbstverliebt, dass man denken könnte, für ihn wäre die ideale Welt, eine Welt in der nur er lebt. Na gut, dachte ich mir, aufstehen, weitergehen. Denkste. Malfoy hasst mich, er muss mich wirklich abgrundtief hassen, denn er hat mich angesprochen. „Oh, Lovelace.“, hatte er abfällig gesagt und die Nase gerümpft. Gut, dachte ich, begrüßen und und weiter gehen. Begrüßen und weitergehen, nicht aufregen, nicht ärgern lassen. „Na auf dem Weg zu deinen stinkenden Mugglefreunden? Oder gehst du wieder zu deinem geliebten kleinen Allylein?“, fragte er in seinem typischen ironischen Tonfall. Vergiss es Fili, dachte ich, nicht reizen lassen. Immerhin macht er das immer. Also fiel meine Antwort entsprechend simple aus: „Ja, ja.“ Ich lief einfach an ihm vorbei und tat so als hätte ich ihm nicht wirklich zu gehört. Leider ist Malfoy, anders als Leyla, intelligenter und warf mir einen Schockzauber nach.

Ich hasse es mich zu duellieren, wisst ihr. Ich hasse es wirklich. Nicht weil ich es nicht kann, sondern weil ich es nicht will. Ich bin Pazifistin, wirklich, irgendwo tief in meinem Inneren. Ich saß also mit dem Rücken zur Wand am Boden und sah zu Malfoy auf. Mein Rücken tat ziemlich weh, kein Wunder bei der Wucht des Aufpralls. Mürrisch habe ich ihn angesehen und gebrummt. Ich hasse es wirklich. „Musste das sein?“,fragte ich ihn nur entnervt. „Ja, klar. Weißt du, Dreck zu Dreck.“, hatte er geantwortet und fühlte sich mal wieder völlig überlegen. Ich sagte ja, er muss mich wirklich hassen. Und hätte ich nicht sowieso schon schlechte Laune gehabt, hätte ich mich eventuell sogar aufgeregt. Aber so? Mein Blick blieb ruhig. Ich hatte keine Lust aufzustehen, aber ich hatte meinen Zauberstab in der Hand, für den Fall, dass noch ein Fluch folgen sollte.

Habe ich eigentlich erwähnt, dass ich auch Engel kenne? Das sind Leute die immer dann auftauchen, wenn man sie am meisten braucht und die einfach so nett sind, dass man sie mögen muss. Ich weiß nicht wieso oder woher er kam. Einer meiner Schutzengel, aber er kam wie gerufen, denn im Gegensatz zu mir hatten die Potters noch nie ein Problem damit sich zu duellieren, erst Recht nicht wenn es sich dabei um Malfoy handelte. Ich erinnere mich noch genau an sein breites Grinsen und auf gewisse Art und Weise beruhigte es mich. Denn wie ich im letzten Beitrag bereits erwähnt hatte, habe ich mir große Sorgen um ihn gemacht. Genau, James stand dort an der Wand und Malfoy hatte ihn noch nicht einmal bemerkt. Ich kicherte kurz und hatte das Gefühl, dass Malfoy sich leicht verarscht fühlte, denn sein Blick wirkte ziemlich verärgert. „Was lachst du so? Du elendiger Hufflepuff-Wurm!“, hatte er knurrender Weise von sich gegeben, vorsichtig wollte ich mich aufrappeln als er zu einem weiteren Fluch ansetzte, aber er konnte ihn nicht zu Ende führen, denn vorher landete sein Zauberstab am anderen Ende des Korridors. Zufrieden und leicht verlegen sah ich ihn an, James, meinen Retter, wenn man das so nennen konnte, denn irgendwie lag es ja nicht daran, dass er mich beschützen wollte, sondern eher daran, dass er Malfoy eins auswischen konnte. „Na du elendiger kleiner Parasit, lange nicht gesehen.“, seine Stimme wirkte warm und aufgeweckt, endlich war es als wäre er wieder ganz der Alte. „Übrigens, man jagt keine Flüche auf hübsche kleine Mädchen.“, fügte er hinzu und ging einen Schritt auf Malfoy zu, der hilfesuchend zu seinem Zauberstab blickte.

Den Rest könnt ihr euch eigentlich denken, ein entwaffneter Magier hat keine Chance, schon gar nicht gegen den Meister der Streiche. Aber irgendwann ging es mir dann doch zu weit. Mir wurde so schlecht bei dem Gedanken Malfoy Schnecken kotzen zu sehen, dass ich mich doch dazwischen stellen musste. „Lass gut sein.“, sagte ich und dachte einen Moment er würde den Fluch eventuell auf mich jagen, weil er in letztere Zeit so schlecht gelaunt war, doch dann hielt er inne. Meine Schulter tut übrigens immer noch weh, obwohl er mich zu Madam Pomfey gebracht hat. Wirklich viel Zeit haben wir auch nicht miteinander verbracht. Und ich habe mich wieder nicht getraut ihn zu fragen was los ist. Stattdessen sitze ich jetzt hier in de Bibliothek mit Al. Und weshalb? Weil James meinte Al würde gerne mal wieder mit mir reden. Und ich ihm sagte wir würden heute, also gute zwei Tage nach dem Vorfall, sowieso Hausarbeiten erledigen. Oh, oh. Al schaut schon wieder so streng, ich mag das gar nicht. Ich glaube ich muss bald aufhören zu schreiben, sonst schaut er mir vielleicht noch über die Schulter. Uh, das wäre gar nicht gut, er hält mich sonst noch für komplett verrückt.

Ach übrigens, heute ist der erste Dezember und das bedeutet ich habe heute ein Adventstürchen öffnen dürfen. Ah das hab ich euch auch noch nicht erzählt. Albus und ich wir machen uns jedes Jahr einen Adventskalender, weil ich sagte das wäre echt schade, wenn wir keinen mehr bekommen würden nur weil unsere Eltern meinten wir seien zu „erwachsen“ dafür. Deswegen schenken wir uns eben immer eine Kleinigkeit. Meistens sind es kleine Zauber oder irgendetwas selbstgemachtes, manchmal auch Süßigkeiten aus der Küche. Heute habe ich Al zum ersten Mal selbst gebackene Kekse geschenkt, aber nur drei Stück, die restlichen Butterplätzchen waren nämlich derart verbrannt,dass sie ungeniesbar wurden weil ich geistig abwesend war. Aber er hat einen davon sogar gegessen, jetzt hat er noch zwei übrig, die vor uns auf dem Tisch liegen und zu denen er immer wieder sieht und abwägt ob es eine Lebesmittelvergiftung wert wäre, noch einen zu probieren. Naja, ich kann's irgendwie verstehen.

Was ich bekommen habe? Das wüsstet ihr gerne. Ich habe einen Zauber bekommen, es war so süß. Wisst ihr, man muss vorher sagen „Adventskalendertürchen“ und die Zahl dazu. Und das heißt wir müssen uns die Sachen schenken können egal wo wir sind. Wir saßen in Kräuterkunde, ich liebe dieses Fach so sehr, jedenfalls hat er dann über meine Lieblingsblumen einen Regenbogen gezaubert, das sah so süß aus. Es war so schön, alle anderen haben echt dumm geschaut, aber Al und ich haben nur gelacht. Ich mag es wenn er lacht und irgendwie muss ich dann immer mit ihm mitlachen. Der Zauber hat sich am Ende in glitzerndem Pulver aufgelöst und alle Pflanzen (und mich mit) bedeckt. Al ist so ein großartiger Zauberer, aber anders als die meisten gibt er damit nicht an. Er ist echt der beste Freund den man sich wünschen kann. Oh je, jetzt hat er mich gefragt wo ich gerade mit meinem Kopf stecke. Man kann ihm eben nichts verheimlichen. Ich sollte wohl besser aufhören, sonst werde ich mit den fünf Seiten Pergament für Zaubertränke heute nicht mehr fertig und muss Al doch noch erzählen was ich hier gerade betreibe.

Liebe Grüße eure (Weihnachtsfee) Fili~

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