Sonntag, 28. November 2010

We are Snowflakes in the wind...

Hey meine Lieben.

Jetzt wo ich hier sitze und aus dem Fenster sehe fällt mir auf wie schnell so ein Jahr an einem vor rüber ziehen kann. Die ersten Schneeflocken machen sich auf den Weg nach unten, nur wenige bleiben liegen, die meisten schaffen es auf dem nassen Boden nicht und werden zu Tropfen. Oh, was ich gerade mache und wo ich sitze? Das wüsstest ihr wohl gerne, hm?

Ich sage es euch gerne, ich sitze in einem leeren Klassenzimmer und starre aus einem zerbrochenen Fenster, zugegeben es ist kalt, aber was soll's. Weihnachten rückt näher heran, dieses Wochenende ist der erste Advent, die Zeit verfliegt so rasend. Die Schule wird seit heute geschmückt, die Hauselfen geben wirklich ihr Bestes und wenn man fragt ob man helfen darf, dann kommt sofort zur Antwort: „Aber nein mein Fräulein, das schaffen wir schon.“ Ich dachte mir also ich könnte die Zeit nutzen und eventuell Zauberkunst üben oder etwas ähnliches, aber dann bin ich wieder abgedriftet mit meinen Gedanken, so wie eigentlich immer wenn ich lernen sollte.
Also sitze ich hier und schreibe etwas für euch auf. Die letzten Tage waren anstrengend, eigentlich war das gesamte Jahr ziemlich anstrengend, aber ich komme schon zu Recht damit. Immerhin geht es dieses Jahr um die ZAGs, wie Al immer zu sagen pflegt. Er und Rose treiben einen ja quasi dazu zu lernen.

Manchmal wünschte ich man könnte die ZAGs nur in den Fächern machen, die einem Spaß machen, aber für bestimmte Berufe gibt es eben Mindestanforderungen und ohne ein E(Erwartungen übertroffen) in Zaubertränke, kann ich das Fach nicht für die UTZ belegen und das wäre echt furchtbar. Mein Traum ist es nämlich wie mein Dad irgendwann einmal Auror zu werden und dafür benötigt man bestimmte Anforderungen in bestimmten Fächern. Also heißt es Zähne zusammenbeißen und sich anstrengen.
Ich sitze also hier und bin in Gedanken wieder einmal weit weit weg von dem was ich eigentlich vor hatte. Wo wir gerade dabei sind, wo waren meine Gedanken nur schon wieder?

Genau, bei Al und seiner Verwandtschaft. Mittlerweile mache ich mir ernsthaft sorgen um James. James ist Als älterer Bruder und das genaue gegen Teil von ihm. Während Al manchmal ganz und gar verunsichert wirkt und das versucht mit einer eher ignoranten Haltung zu überspielen, ist James sich in allem was er tut absolut sicher, als gäbe es keine andere Wahrheit als die, die er zulässt. Obwohl James zwei Jahre älter ist als Al hat man also manchmal das Gefühl er sei der Jüngere, nebenbei gesagt hat er auch kein großes Interesse am Unterricht, weshalb er die sechste Klasse wiederholen darf. Al hingegen ist wie bereits erwähnt sehr pflichtbewusst und versucht immer das Richtige zu tun, das für alle am besten ist. Im Grunde genommen ähneln sie sich also nur äußerlich, dadurch dass sie mittlerweile ungefähr gleich groß sind und beide schwarzes Haar haben, aber das war's dann auch schon, denn während Al grasgrüne Augen hat und eine Brille tragen muss, hat James rehbraune Augen, trägt keine Brille, hat aber dafür ziemlich zerzaustes Haar.
Ich habe noch nie unterschiedlichere Brüder gesehen, eigentlich ist das ja ziemlich lustig. Es hat mir schon immer Spaß gemacht James von weitem zu beobachten, während Al und ich uns wirklich sehr gut verstehen und auch viel gemeinsam machen.

James. Ich verliere mich oft in den Gedanken an ihn, besonders im Moment. Die meisten behaupten zwar, dass Al und ich ein Paar sind, aber das wird nie passieren, so viel ist uns beiden klar geworden. Ob James genauso denkt? Ich weiß es nicht. Das einzige das ich weiß ist, dass er ziemlich schlecht gelaunt ist seit ein paar Wochen, er lässt auch keine Mädchen mehr an sich heran. Der Frauenschwarm scheint einfach jede abzuweisen, je mehr er abweist desto gestresster wirkt er. Warum das so ist weiß ich nicht, aber es beunruhigt mich. Ich bin Als beste Freundin, nicht James und dennoch mache ich mir Sorgen. Am liebsten würde ich einfach hingehen und ihn fragen was los ist. Während ich gerade wieder hier in Gedanken herumhänge zaubere ich übrigens mit links, das funktioniert nicht besonders gut, aber immerhin ein paar Funken kommen heraus. Ich mache mir Sorgen, jede Schneeflocke die da draußen herunter fällt sorgt nur dafür, dass die Zeit für mich noch etwas langsamer vergeht und mir mehr davon zum nachdenken bleibt.
Ist es richtig was ich hier tue? Während ich mitten in den eigenen Vorbereitungen für die ZAGs stecke sollte dürfte ich mir bessere nicht so viele Gedanken machen. Al hat gesagt ich brauche mir keine Sorgen zu machen. Ach Al. Eigentlich mag ich ihn ja ganz gerne, er ist zu niedlich. Außer bei mir ist er doch recht schüchtern und lässt kaum jemanden an sich heran außer seiner Familie. Vielleicht werde ich deswegen ständig als seine feste Freundin bezeichnet. Jetzt habe ich sogar selbst darüber lächeln müssen. Unsere Freundschaft ist schon so alt und so tief, als würden wir uns ewig kennen. Er weiß immer schon vorher was ich als nächstes machen werden.

Ob er auch weiß was ich nächste Woche vorhabe? Mit dem Zauberstab habe ich gerade eine Schneeflocke zum schmelzen gebracht, mit links! Darauf kann ein Frosch wie ich schon ziemlich stolz sein. Och nö...

nicht schon wieder jemand der mich in meinen Gedankengängen stört. Es tut mir so leid...
ehm... Ciao.

~ Es sieht ganz so aus als wäre der Post in einer ziemlichen Eile abgeschickt worden. Wer da wohl in das Klassenzimmer kam, dass es so drängend war? ~

Freitag, 26. November 2010

I still remember...

So meine lieben Muggle - , oder auch nicht muggeligen, Freunde!

Bevor ich mit allem Anfange, oder besser bevor ich euch mit in meine Gegenwart nehme, würde ich gerne zunächst etwas über mich und meine Familie berichten. Im Verlauf des Journals werdet ihr euch sonst nur immer wieder wundern. Außerdem ist heute ein Jubiläum, wenn auch ein eher trauriges. Heute möchte ich erklären wie ich nach Hogwarts kam, wie ich mich fühlte und was ich davor den ganzen Tag so getrieben habe. Also ein richtig schöner Flashback.

Wo beginnen wir? Ah genau, bevor ich nach Hogwarts kam. Wer war ich? Und wie war ich? Also um es euch leicht zu machen ich war ein absolut glückliches Kind, keine grausame Vergangenheit die sich viele vielleicht von mir erwartet haben, im Gegenteil. Klein Fili hat seit ihrer Geburt eine Gabe, die man in der magischen Welt als Metamorphmagus-Gabe abtut, für normale Muggle aber doch eher erschreckend wirkt, doch meine Eltern waren es gewohnt. Sie hatte nämlich damit rechnen können, da es sich dabei hauptsächlich um ein genetisch bedingten Gendefekt handelt, den bereits mein Vater hatte. Dabei kann die Person ständig ihr Aussehen verändern, wie weit das geht ist unterschiedlich je nach Begabung. Mein Vater war ein Genie! Jedenfalls in meinen Augen, im Gegensatz zu mir konnte er nicht nur seine Haare und Augen verändern, sondern sein gesamtes Gesicht. Ab und zu hat er sich sogar eine Schweinenase wachsen lassen, nur uns aufzumuntern. Mich und natürlich meine Mom, die für mich ihre Karriere aufgegeben hat im Ministerium. Als sie erfuhr, dass ich eine Metamorphmagus war, hatte sie sich darauf konzentriert mich zu unterrichten und mir eine möglichst angenehme Kindheit zu ermöglichen. Ich war ein kleiner Sonnenschein und gewöhnte mir schon bald an immer unter Muggle braune Haare anzunehmen, während mein Vater und ich zuhause einen Wettstreit darin gaben, wer wohl die nächste lustige Farbe fand.
Bei uns war nie schlechte Laune, das war eines der obersten Gesetze: Wenn es jemanden schlecht geht wird er sofort aufgeheitert. Kam mein Vater abends erschöpft nachhause, nachdem er mehrere Tage außer Haus verbracht hatte und erfolglos war, gab es sein Lieblingsessen: Apfelküchlein. War meine Mutter traurig, weil mein Vater nicht da war, so machte ich immer etwas albernes um sie auf zu muntern und meistens brachte mein Vater meiner Mutter und mir Geschenke mit.
Es war auch ein Haufen Unfug dabei, das lustigste war eine Muggle-Uhr, bei der ein Kuck-Kuck immer anfing ein Lied zu pfeiffen, wenn es gerade zur vollen Stunde schlug. Diese Uhr verschwand auf unerklärliche Weise, ich denke meine Mutter hat sie irgendwann entsorgt, denn bei aller Liebe, es war furchtbar.

Als ich also nach Hogwarts kommen sollte war ich eher unglücklich als wie alle anderen freudestrahlend. Heute weiß ich auch wieso das so war. Es lag nicht nur an meiner Kindheit, von der ich wünschte sie würde niemals enden, viel mehr war es dieses ungute Gefühl als ich mich von meinem Vater verabschiedete, als hätte ich gewusst, dass wir uns nicht mehr wiedersehen würden. Meine braunen Augen starrten in seine blauen als er sich zu mir beugte und leise flüsterte: „Gib dein Bestes. Denk dran: Der sprechende Hut sucht nie das falsche Haus aus, also stell ihn nicht in Frage. Und zu Weihnachten sehen wir uns wieder, dann musst du mir alles ganz genau berichten.“ An diesem Tag fing ich an alles, einfach alles, zu notieren, damit ich auch nichts vergessen würde. Meine Mutter hatte eine Träne im Gesicht, sie war traurig, weil ich ging, aber sie freute sich für mich und wünschte sich sicher, dass ich dort Freunde finden würde.

Und tatsächlich fand ich Freunde, gute Freunde. Meine Füße trugen mich direkt an ein Abteil, ich fühlte mich unsicher, weil ich nicht wusste wer dort saß und ob ich einfach so herein platzen konnte, wo ich doch kaum Kontakt gehabt hatte zu Gleichaltrigen. Wie ich heute sagen darf konnte ich von Glück sprechen, denn in dem Abteil saßen ein paar bekannte Persönlichkeiten, die ich nie zuvor persönlich kennenlernen durfte. Ich hatte gerade meine Frage formulieren wollen, da rief der etwas ältere Junge mit den türkis farbenen Haaren ich solle mich doch einfach setzen. Das war mir so peinlich, doch ich folgte seinem Ratschlag, ohne weiter darauf einzugehen. Ich setzte mich also neben einen der schwarzhaarigen Jungs der eine Brille trug und grüne Augen hatte, sein Blick glitt über ein Buch, dann kurz zu seiner Nebensitzerin und zu seinem Bruder, dann bemerkte er ganz nebensächlich: „Deine Haare, sie sind schwarz.“
Ich war leicht verwirrt, da er mich nicht direkt ansah und sein Bruder der ihm gegenüber saß genauso wie er schwarze Haare hatte. Verwirrt sah ich ihn an, hatte er tatsächlich eben erst festgestellt, dass sein Bruder die selbe Haarfarbe hatte wie er?
„Er meint dich!“, rief der ältere Junge lachend und deutete auf mich. Ich war mir sicher gewesen meine Haare wären braun gewesen als ich das Abteil betrat. Erschrocken starrte ich eine Haarsträhne an: rabenschwarz. Und obwohl ich die Farbe so einfach ändern konnte, war der Junge ganz ruhig geblieben.
„Wir sollten uns vorstellen.“, fügte er genauso ruhig hinzu, während er das Buch zusammen klappte und mir direkt in die Augen sah. „Albus Severus Potter, Erstklässler, der dort gegenüber ist James Sirius mein Bruder. Die Beiden Damen hier.“, er deutete kurz auf ein blondes Mädchen und eines mit roten Haaren, „Sind meine Cousinen, Rose Weasley und Victoire Weasley. Ach und der Junge mit der lustigen Haarfarbe ist Ted Lupin, nenn ihn einfach Teddy, er ist genauso wie du.“, beendete er die Vorstellung und lächelte noch immer. Völlig verdutzt und mit offenem Mund starrte ich ihn an. „I-ich he-heiße Fili-cia Alica Lovelace. Metamorphmagus.“, sagte ich leise um meine Gestalt zu erklären, doch Ted winkte leicht ab.
Sie kannte es, sie waren es gewohnt einen Metamorphmagus bei sich zu haben, das hatte Al gemeint mit, er ist genauso wie du.
Nachdem wir eine Weile über Häuser und Familien diskutiert hatten kam Ted zu dem Entschluss mir einen Tipp zu geben, der mir immer im Gedächtnis bleiben sollte: „Als Metamorphmagus hast du die Gabe dich zu verändern und ganz außergewöhnliche Formen anzunehmen. Also entscheide dich für ein spezielles Auftreten, dadurch erkennst du wer auf deiner Seite ist und wem du nicht über den Weg trauen solltest.“

Heute weiß ich wie Recht er hatte, ich trage meine Haare jetzt wenn ich in Hogwarts bin immer in Türkis, grün und blond und meine Augen violettbraun und es ist mir auch nicht mehr peinlich, wenn ich zufällig die Farbe wechsle, weil ich nervös bin. Darum trage ich meine Krawatte als Haarband, damit mich jeder sofort erkennen kann. Al und ich sind mittlerweile gute Freunde, auch wenn wir nicht im selben Haus sind, das hält uns nicht davon ab fast alles zu teilen. Übrigens habe ich am Anfang von einem Jubiläum berichtet, es ist ein Jubiläum, da mein Vater genau heute vor fünf Jahren spurlos verschwunden ist, genauso wie der Schwarzmagier, den er verfolgte. Ich will nicht glauben, dass er tot ist, ich kann es nicht glauben.
In meinem Herzen lebt er noch und irgendwann wird er zu mir zurück kommen, bis dahin will ich das er stolz sein kann auf seine kleine Fili. Seine Fili weiß, dass er sie sehr lieb hat. So, dass war's  vorerst genug erzählt über früher, beim nächsten Mal möchte ich etwas von der Jetzt-Zeit berichten, von dem was mir im Moment so passiert.

Liebe Grüße eure Fili~

Donnerstag, 25. November 2010

At the beginning...

Heute möchte ich euch einiges erzählen und zunächst erklären, bevor ihr auf dumme Gedanken kommt. Als erstes möchte ich mich natürlich gerne selbst vorstellen. Man nennt mich üblicherweise Fili. Selbstverständlich ist das nicht mein voller Name, laut Geburtsurkunde heiße ich nämlich Filicia Alica Lovelace, meines Zeichens Metamorphmagus und stolzes Mitglied des Hauses Hufflepuff. Im Moment gehe ich hoch offziell in die 5. Klasse von Hogwarts und bin laut der meisten Lehrer so talentiert wie ein Frosch der versucht Walzer zu tanzen (und manche Frösche können das noch gut im Vergleich zu mir), doch ich kämpfe mich tapfer durch und gebe immer mein Bestes. In Kräuterkunde und Pflege beispielsweise bin ich gerade zu ein Naturtalent und brauch auch nicht so viel zu lernen, denn ich mache es gerne, auch nach der Schule noch. Weswegen ihr auch immer in diesem Bereich von mir auf den  neuesten Stand der Wissenschaft gebracht werdet. Und ja, natürlich bin ich ein riesen Anhänger von Luna Lovegood, diese Frau ist gerade zu genial in ihren Forschungen.
Allerdings lebe ich nicht nur gemeinsam mit meinen Freunden hier in Hogwarts. Nein, ich mische mich auch liebend gerne unter Muggle oder reise in mit Hilfe alter Zeitungsartikel in die Vergangenheit. Heute schreiben wir nämlich den 25. 11. 2021. Hier liegt auch noch ein etwas größeres Geheimnis vor mir, dem ich versuche auf die Schliche zu kommen, aber das erfahrt ihr früh genug in einem meiner nächsten Beiträge.


Zu eurem Verständnis muss ich ehrlich sagen, dass ich manchmal kaum zwischen Erlebtem und Geträumtem unterscheiden kann, für mich ist alles wie ein Traum. Und ab und zu habe ich echt Angst auf zu wachen. Aber außer euch und Albus (Severus Potter), weiß niemand davon, deswegen hoffe ich das es auch so bleiben wird.
Ohje, ich glaube meine Zimmergenossinen kommen gleich zurück und ich wollte das hier doch unbedingt noch in dieses "Intranetz" stellen, wie mach ich das jetzt bloß? Mit Muggleerfindungen komm ich noch immer nicht so ganz klar. Ah... genau, ich werde den Eintrag ganz einfach ins Netz zaubern.

Also bis zum nächsten Mal, liebe Grüße eure Fili~